Anmerkung zu Spiegel Artikel „Der Kult der Akademiker“.

In seiner aktuellen Ausgabe berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ über die „Psycholyse“-Szene. Der Einleitungssatz lautet: „Nach Drogenexzessen im Heilpraktikermilieu schildern zwei Aussteigerinnen die gefährlichen Praktiken in der verschwiegenen „Psycholyse“-Szene.

Überschrieben ist der Artikel mit „Der Kult der Akademiker“.  Dies erscheint widersprüchlich, weil Heilpraktiker gerade keine akademische Ausbildung absolviert haben. Also lediglich einen „Kult der Nicht-Akademiker“ bilden könnten.

Bei der Lektüre stellt man fest, dass der Artikel inhaltlich Ärzte, Psychiater, Diplom-Psychologen und Psychologiestudenten etc. betrifft – und keine Heilpraktiker. Aus meiner Sicht ist es bedauerlich, dass Heilpraktiker in einen negativen Kontext gesetzt werden, ohne hierzu einen Anlass gegeben zu haben. Viele Leser werden lediglich den Einleitungssatz lesen und nicht den gesamten Artikel. Ein zwingender inhaltlicher Zusammenhang zwischen den „Drogenexzessen im Heilpraktikermilieu“ und der Psycholyse ist nicht zu erkennen.

Auch dieses Beispiel verdeutlicht, dass Heilpraktiker aktuell ein negatives Image haben. Bereits kleine Fehler können erhebliche mediale Aufmerksamkeit erfahren. Umso wichtiger ist es, dass Sie als Angehöriger dieses Berufsstandes stets seriös und rechtskonform arbeiten. Distanzieren Sie sich nachhaltig von dubiosen Scharlatanen, die Heilung in allen Fällen versprechen. Setzen Sie auf Ihre Kernkompetenz: Naturheilkunde!

Wichtig: Meine Kritik bezieht sich allein auf den Widerspruch zwischen Obersatz und Inhalt des Artikels und stellt keine inhaltliche Bewertung dar. Sofern die Schilderungen zutreffen, dürfte die „Psycholyse“ tatsächlich kein adäquates Verfahren sein.