Werberecht (HWG)

Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zum Werberecht für Heilpraktiker. Das Wissen zum Heilmittelwerberecht soll Sie in die Lage versetzen, rechtssicher zu werben und kostspielige Abmahnungen zu vermeiden.

Als Heilpraktiker gehören Sie wie Anwälte, Ärzte oder Architekten einem Freien Beruf an. Werbemaßnahmen von Angehörigen dieser Berufe wurden jeher kritisch betrachtet. Berufsethos und Standesrecht auf der einen Seite und legitimes Gewinnstreben auf der anderen Seite standen – und stehen – in einem Spannungsverhältnis. Beachten Sie, dass Ihre Patienten Ihnen ein Rechtsgut von herausragendem Stellenwert anvertrauen: ihre Gesundheit.

Dies rechtfertigt es, erhöhte Anforderungen an die Werbung von Angehörigen der Heilberufe zu stellen. Das Heilmittelwerbegesetz (HWG) normiert ein „Sonderwerberecht“; dieses geht über die Vorgaben des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) weit hinaus. Als Heilpraktiker sollten Sie mit den speziellen Vorgaben dieses Gesetzes vertraut sein. Bei Verstößen drohen erhebliche Risiken: zivilrechtliche Abmahnungen oder staatliche Bußgelder. Das HWG betrifft nicht allein Heilpraktiker, sondern regelt sämtliche Werbemaßnahmen mit einem Bezug zur menschlichen Gesundheit.

Dieser Teil widmet sich insbesondere den Schlüsselnormen des HWG: § 3 und § 11. Er soll Sie in die Lage versetzen, sich einen raschen Überblick über die „Spielregeln“ des heilkundlichen Werberechts zu verschaffen. Als Beitrag zur Eindämmung der stetig wachsenden Abmahnflut kann er Sie möglicherweise vor finanziellen Einbußen bewahren.